Die Transformation des Schauspielers - Integrale Rollenarbeit Wie kann der Schauspieler dahin gelangen, wahrhaftig jemand anders zu SEIN, anstatt bloß einen anderen zu spielen? In diesem Workshop werden verschiedene klassische und experiementelle Ansätze und Techniken in Theorie und Praxis vorgestellt. Samuel Nuñez vereint in seiner Arbeit mit Schauspielern die verschiedenen Ansätze mit einem Schwerpunkt auf der Arbeit mit dem Körper. Diese zielt auf das Erreichen eines Zustands der Klarheit und Leere, der dem Schauspieler den Raum gibt, sich tatsächlich zu verwandeln. Der Workshop ist geeignet für Menschen mit und ohne Vorkenntnissen - durchaus auch für ausgebildete Schauspieler, die an der Tiefe und Wahrhaftigkeit ihres künstlicherischen Ausdrucks arbeiten möchten. Inhalte u.a.: + Theorie: v.a. Jerzy Grotowski, Antonin Artaud, Konstantin Stanislavski |
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Heiliges Theater nach Jerzy Grotowski Das "Heilige Theater" ist einer der wichtigen Beiträge Jerzy Grotowskis an das Theater und die Kunst im allgemeinen. Obgleich es große Würdigung und Resonanz erfuhr, blieb es bis heute eine Art Theater zu spielen, die von sehr wenigen Menschen tatsächlich praktiziert wurde. Die Gründe hierfür liegen unter anderem sicherlich im hohen Anspruch, den das Heilige Theater an den Künstler stellt. Es mag aber auch an fehlender Anleitung liegen oder am Zurückschrecken vor einem religiös anmutenden Namen. Das Heilige Theater ist eine Möglichkeit für den Schauspieler, zu einer tiefen Darstellung zu gelangen, indem er Kontakt mit seinem Instrument, mit seiner eigenen Natur aufnimmt. Die Schwierigkeit dieser Art zu spielen liegt vor allem darin, dass die Disziplin nicht auf einer äußeren Ebene - im Sinne von Übungen, Handlungen, Unterlassen etc. - bleibt. Sie muss insbesonere auf einer inneren Ebene funktionieren, und zwar nicht nur im Sinne von Emotion und psychischem Zustand, sondern vor allem und viel allgemeiner als eine Art von Energie, die oft mit "Präsenz" bezeichnet wird, aber auch Sicherheit, innere Ruhe und vieles mehr meint. Weit verbreitet ist in diesem Zusammenhang die Ansicht, wenn ein Schaupieler wie von innen heraus "leuchtet" oder einen Zustand auf der Bühne erreicht, der es dem Zuschauer unmöglich macht, den Blick von ihm zu wenden, so liege dies an seinem "Talent". Wir haben jedoch in der Praxis festgestellt, dass jene Künstler dazu in der Lage sind (und zu einigem mehr), die sich selbst als Instrument der Interpretation wahrnehmen. Das klingt abstrakt, aber es kann gelernt werden. In diesem Workshop möchten wir einen Einblick in die Welt des Heiligen Theaters geben und ein erstes Erleben von etwas ermöglichen, das in einem Text kaum beschrieben werden kann. |
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Der leere Körper im leeren Raum - Integrales Tanztheater Als Basis der Arbeit in diesem Workshop dient der Ansatz des "Leeren Raumes" von Peter Brook. Durch die Entfernung aller überflüssigen oder nicht wahrhaftigen Elemente aus der Bewegung gelangen die Teilnehmer zur Basis, zur Wurzel derselben. Durch ein Tanzen, Bewegen im leeren Raum, der innen wie außen gefunden werden kann, entsteht ein Minimalismus, der so einfach wie aufrichtig und eindringlich ist. Anhand von Übungen, Texten und Musikstücken erarbeiten die Teilnehmer anhand dieses Ansatzes kleine Improvisationen und Choreographien, unterstützt von weiteren Techniken des zeitgenössischen Tanzes und Theaters. Leitung: Samuel Nuñez. |
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